Auf 10.000 Personen der gesamten Wohnbevölkerung kommen durchschnittlich 26,5 geP aus den 8 zugangsstärksten nichteuropäischen Asylzugangsländern – je dunkler die Einfärbung, desto größer ist dieser Anteil im Kreis.
Von den 215.000 geP aus den 8 zugangsstärksten nichteuropäischen Asylzugangsländern leben rund 50 Prozent in den orange markierten 33 von 402 Kreisen.
Kreise und kreisfreie Städte
Oktober 2015
Die räumliche Verteilung der bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter gemeldeten erwerbsfähigen Personen (geP) wird mit Hilfe zweier Kennzahlen abgebildet: (1) Der Anteil der geP aus den zugangsstärksten nichteuropäischen Asylzugangsländern an der Bevölkerung zeigt deren relative Bedeutung im jeweiligen Kreis. Je dunkler die Einfärbung einer Region auf der Karte, desto größer ist dort die relative Bedeutung der geP aus diesen Asylzugangsländern. (2) Zusätzlich wurden diejenigen Kreise mit den größten Absolutzahlen an geP aus den zugangsstärksten Asylzugangsländern orange markiert, in denen in der Summe 50 Prozent dieser geP leben. Je kleiner die Zahl der Kreise, in denen 50 Prozent der geP aus diesen Asylzugangsländern leben, desto stärker ist die Verteilung konzentriert. Kennzahl (1) und (2) können unterschiedliche Regionen kennzeichnen, weil eine große Zahl von geP in Großstädten wie Berlin und München aufgrund der dort größeren Bevölkerung nicht automatisch mit einer hohen relativen Bedeutung gleichzusetzten ist. Gleichwohl können große Absolutzahlen Anziehungspunkte für weiteren, überdurchschnittlichen Zuwachs sein.
Im bundesweiten Durchschnitt kommen auf 10.000 Personen der gesamten Wohnbevölkerung 3,6 bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter gemeldete erwerbsfähige Personen (geP) aus Afghanistan. Bezogen auf die Bevölkerung weisen Hamburg (35,3) und Offenbach (25,0) die höchsten Werte von geP aus Afghanistan aus. Die Verteilung der 29.300 geP aus Afghanistan ist stark konzentriert. In nur 12 oder 3 Prozent der 402 Kreise leben 50 Prozent der geP aus Afghanistan. Die absolut größten Zahlen werden in Hamburg (6.200), München (1.500) und Frankfurt a.M. (1.400) gemessen.
Die Visualisierung der Daten erfolgt durch eine Einteilung in fünf Klassen. Dazu werden die Kreise fünf gleichgroßen Klassenintervallen zugeordnet. Lesebeispiel für die Karte Afghanistan: Im ersten Klassenintervall von 0 bis <7,1 befinden sich 376 der Kreise, im letzten Intervall von 28,2 bis 35,4 dagegen nur ein Kreis.
Gemeldete erwerbsfähige Personen umfassen alle Personen, die bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter gemeldet sind (ohne Ausbildungsbewerber), unabhängig davon ob sie die Kriterien der Arbeitsuche oder Arbeitslosigkeit erfüllen. Personen aus den Asylzugangsländern, die nicht von einer Arbeitsagenturen oder einem Jobcentern betreut werden, werden bei dieser Betrachtung also nicht berücksichtigt.
Als Asylzugangsländer wurden die Länder ausgewählt, die in den letzten Jahren jeweils zu den Ländern mit den meisten Asylerstanträgen gehörten. Darunter fallen die folgenden nichteuropäischen Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Aufgrund der relativ kleinen Fallzahlen wurde auf Kartendarstellungen für Eritrea, Nigeria und Somalia verzichtet.